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Taschengeld

- das Trainingsprogramm für den Umgang mit Geld

Kinder brauchen Verlässlichkeit. Wenn Eltern Taschengeld geben, sollten sie das regelmäßig tun und einen festen Betrag vorsehen, der immer zu einem bestimmten Zeitpunkt gezahlt wird.

Denn die kindliche Planung soll ja so verlaufen, dass es für einen bestimmten Zeitraum mit seinem Taschengeld auskommen muss. Je jünger ein Kind ist, desto kürzer sollte der Abstand zwischen den Taschengeldzahlungen sein. Für Kinder bis etwa 9 Jahre sind wöchentliche Zahlungen überschaubarer als monatliche. Zum sorgfältigen Umgang mit Geld gehört auch, dass Ihr Kind lernt, sein Geld gut aufzubewahren: Kaufen Sie ihm vor der ersten Taschengeldzahlung eine Geldbörse, in der es Münzen und auch Scheine verwahren kann. Eine Spardose - das MARC & PENNY-Sparprogramm bietet eine große und bunte Auswahl - gehört ebenfalls zur Grundausstattung für kleine Sparer.

Orientierungswerte für Taschengeld
(wöchentlich)

 unter 6 Jahre

  0,50 Euro

 6-7 Jahre 

  1,50  Euro

 8-9 Jahre

 2 - 2,50 Euro

Bei diesen Beträgen handelt es sich um Empfehlungen für das frei verfügbare Taschengeld. Wenn Ihr Kind von seinem Taschengeld auch seine Schulhefte oder Buskarten kaufen soll oder ein Haustier versorgen muss, sollten Sie das Taschengeld entsprechend aufstocken.

 

Der Taschengeld-Paragraph
Kinder unter 7 Jahren sind noch nicht geschäftsfähig, sagt das Bürgerliche Gesetzbuch. Wenn die kleinen Konsumenten ohne die Zustimmung ihrer Eltern etwas kaufen, kann der Kauf rückgängig gemacht werden, selbst wenn es sich nur um eine Tafel Schokolade handelt. Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 18 Jahren sind beschränkt geschäftsfähig. In der Praxis bedeutet das: Die Minderjährigen dürfen ohne Zustimmung ihrer Eltern nur mit dem Geld, das sie zur freien Verfügung haben, also dem Taschengeld, einkaufen. Bei größeren Käufen ist die Einwilligung der Eltern bzw. des gesetzlichen Vertreters erforderlich.

 

Das sagt die Psychologin:

Kinder lernen am leichtesten mit Geld umzugehen, wenn sie frühzeitig das Zusammenspiel von Geld einnehmen und Geld ausgeben trainieren. Ein regelmäßig gezahltes Taschengeld ist dabei eine große Hilfe. Eltern, die ihr Kind auf die Anforderungen des Lebens vorbereiten wollen, sollten deshalb in der Taschengeldfrage konsequent sein. Ein Gespräch über das Taschengeld und seine Nutzung (Was will das Kind mit dem Geld anfangen/ was soll davon bezahlt werden?) steht am Anfang der ersten kindlichen Versuche, mit dem Taschengeld hauszuhalten. Durch das Vorbild der Eltern und durch Gespräche mit ihnen erfahren die Kinder, dass man einige Wünsche zunächst zurückstellen muss/ um das nötige Geld anzusparen. Wer zu Hause maßvolles Wirtschaften gelernt hat, dem fällt es später viel leichter, ein Budget einzuteilen und das eigene Einkommen zu verwalten.

Volksbank Krefeld eG
BLZ 320 603 62